Mittwoch, 28. April 2010

Serena

Letzte Woche wurde Serena von einem Auto überfahren. Sie kam Morgens nicht mehr zum Frühstück. Wir fanden sie dann am Straßenrand. Serena kam kurz vor mir in die Familie . Da sie eine wilde Katze war, war der Umgang mit ihr manchmal nicht ganz leicht. Das war dann wohl die 4. Katze die in dieser Familie schon überfahren wurde.

Rest in peace Serena...

Schnappschuss von Serena
Ihr absoluter Lieblingsplatz, im Korbstuhl am Fenster

Australien

1. Whiteling
2. Bream
Vogel auf Pfeiler
Angeltrip mit Scott: Meine erste Bream
Ein Pelikan
Blick von Harbour Bridge auf Oper
Werbung am Himmel
Sicht auf Sydney vom Westpac Tower
War Memorial
Watson Bay und The Gap
Blick auf Sydney von Watson Bay
Bondi Beach
Bondi Beach
Darling Harbour
Opera House
Opera House
Circular Quay
Harbour Bridge

Ein paar Impressionen von einer Woche Sydney:

Die Arbeit of a "couple of weeks"

Da die Amana Christian School eine private Schule ist halten sich die finanziellen Mittel in Grenzen. Um genau zu sein muss die Schule jeden Cent 3 mal umdrehen.

Zu einem berechtigten Geiz kommt allerdings noch das Messi Verhalten der Schulleiterin. Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul deswegen wird alles was man geschenkt bekommt behalten. Es ist unbedeutend, was es ist, es wird behalten, da man es ja irgendwann einmal gebrauchen könnte.

Es spielte sich also folgendes Szenario ab.
Eine Schule in einem anderen Stadtteil musste schließen, weil die Schülerzahl zu klein war. Daraufhin haben wir uns mit mehreren Autos und Anhängern auf den Weg zu dieser Schule aufgemacht. Bei der Schule handelt es sich übrigens um die Waldronville School in Waldronville wie der Name schon verrät.

Dort angekommen hat die Schulleiterin schon glänzende Augen bekommen und war meiner Meinung nach vor Freude schon fast den Tränen nahe. Ich war auch den Tränen nahe allerdings nicht aus Freude, sondern aus dem einfach Grund, dass ich die Person die das alles aufräumen muss sehr sehr sehr sehr gut kenne.

Mrs. King hat dann auch alles mitgenommen was nicht niet und nagelfest war. Und was niet und nagelfest war hat sie sich auch irgendwie unter den Nagel gerissen. Meine Laune sank von Minute zu Minute immer tiefer in den Keller.
Mrs. Kings Methode war folgende, sie wollte ALLES. Dadurch erübrigten sich alle Fragen meinerseits, ob sie gewisse Dinge will oder nicht, weil die Antwort eh klar war. Wir packten also alles ein hinterließen gewissermaßen nur noch den Rohbau.

In der Schule angekommen haben wir dann die Autos und Anhänger ausgeräumt. Ich meinerseits lobe ja die Kinderarbeit, das hat mir einiges an Zeit und Unmut erspart.

Der Neuseeländer bzw. die aus Australien immigrierte Neuseeländerin ist ja nicht dumm und stellt erstmal alles in einen Raum und nicht sofort an den zukünftigen Platz. Man macht ja nicht die ganze Arbeit auf einmal und fasst lieber alles zwei oder dreimal an. Außerdem hat man ja einen Zivildienstleistenden den man mit der ganzen Arbeit beauftragen kann, währen man selber damit beschäftigt ist extrem beschäftigt auszusehen.

Das beste kam allerdings noch. Ich war im Begriff nach Hause zu gehen, da wurde ich gefragt, ob ich nicht in den Ferien kommen könnte und das Chaos beseitigen könnte. Das fand ich dann schon ziemlich unverschämt. Die Schule hat keinerlei Kosten mich betreffend. Die einzigen die für mich sorgen und Geld ausgeben ist meine Gastfamilie und die sind diejenigen die am wenigsten von meiner Anwesenheit profitieren.
Um mich unter Druck zu setzen hat Mrs. King damit angefangen zu lamentieren, dass die Lehrer in den Ferien ja auch arbeiten müssten und so weiter und sofort. Sie betont in solchen Fällen immer wieder, dass ich ja Mitglied des Kollegiums sei. Wenn es dann aber um andere Dinge geht bin ich nur der Freiwillige aus Deutschland. Ich habe dann erstmal halb zugestimmt ein paar Tage da zu sein, allerdings sogleich gesagt, dass ich einen Urlaub in Australien plane. Das hat ihr natürlich überhaupt nicht gepasst. Wir haben uns dann in einem zweiten Gespräch darauf geeinigt, dass ich die Arbeit vor den Schulferien erledigen werde, sodass die Lehrer andere Dinge tun konnten.

Ich habe mich dann also ca. 3 Wochen damit beschäftigt Regale aufzubauen, einzuräumen und alles zu sortieren, was aus der Waldronville School mitgenommen wurde. Das war eine ziemlich frustrierende Sache, da niemand anderes einen Finger krum gemacht hat und ich mich einfach nur ausgenutzt gefühlt habe. Das habe ich dann allerdings auch gesagt und man hat sich entschuldigt. Geändert hat sich an meinen Aufgaben jedoch nicht viel. Außer, dass ich mittlerweile wieder mehr Zeit mit den Schülern verbringe!

Hier die Beweisfotos meiner Arbeit:

Regal ausgeräumt, dann alle Boxen beschriftet und sortiert.

So wie das Regal dasteht, war alles meine Arbeit. Nach Themen sortiert.
Diesen Raum konnte man nicht betreten, da der Boden mit Dingen übersäht war.

Mittwoch, 24. März 2010

Otago Museum

An diesem wunderbaren Wochenende, es waren zu schlechte Bedingungen zum Surfen, entschieden Menno und Ich mal in das allseits gelobte Otago Museum zu gehen.

Hier ein paar Impressionen aus dem eben genannten Museum.


Blue Penguin, der kleinste Pinguin der Welt.

Kiwi Bird
Ein Royal Albatross, die sind echt verdammt groß. Spannweite +3m
Maori Schnitzereien

Boot der Maori

Detailansicht der kunstvollen Schnitzerei. In das Holz sind Paua Shell eingearbeitet.

Stewart Island 20.03. - 23.03.2010

Letzte Woche planten Menno und Ich extrem kurzfristig einen Trip nach Stewart Island, da es wieder ein verlängertes Wochenende war. Der Montag war Schulfrei, weil Otag Anniversary gefeiert wurde. Hier wird die Ankunft der "ersten" Siedler in Dunedin gefeiert. Menno hatte auch noch den Dienstag frei, weil da Teachers only day bei ihm war. Ich habe nach einer lieben Anfrage ohne Probleme auch noch den Dienstag dazu bekommen.

Unser Plan war am Freitag Nachmittag nach Bluff zu fahren, Samstag Morgens die erste Fähre um 9.30 Uhr nach Oban zu nehmen und dann dort bis Dienstag zu bleiben.
Begleitet wurden wir von Jonas, 17 Jahre alt und aus Tübingen, der zur Zeit hier einen Schüleraustausch macht.

Als wir dann Samstag Morgens bei starkem Regen am Fährterminal waren, wurde uns verkündet, dass die Fähre für 9.30 und 12 Uhr bereits ausgebucht sei. Somit blieb für uns nur die Fähre um 17 Uhr. Daraufhin haben wir uns auf nach Invercargill gemacht und uns 6 Stunden lang alles reingezogen, was es in Invercargill zu sehen gibt oder auch nicht. Zu diesem Zeitpunkt hat es immer noch geregnet....

Pünktlich um 17 Uhr legte die Fähre dann auch ab. Die Fähre ist eine reine Personenfähre und kann ca 50 Passagiere transportieren. Die Überfahrt war grandios. Es regnete zwar nicht mehr, dafür hatten wir ungfähr Wellen die teilweise über 5 Meter hoch waren. Ich habe 3 Passagiere gesehen, die sich übergeben haben, waren aber vermutlich mehr. Es war besser als Achterbahn fahren. Das Schiff hat einen extremen Speed gemacht und wir sind im Prinzip nur über die Wellen geschanzt. Laufen oder frei Stehen war nicht möglich. Mir haben die Leute leid getan, die versucht haben auf die Toilette zu gehen, weil die waren erstens winzig und bei dem Seegang war das glaube ich fast unmöglich die Toilette aufzusuchen. Nach exakt einer Stunde waren wir dann in Oban der einzigen Ortschaft Stewart Islands.
Halfmoon Bay mit Fährterminal

Neben der Hauptstraße

Kurz zur Erläuterung. Stewart Island ist eine recht große Insel die sich südlich der Südinsel Neuseelands befindet. Ca. 85% der Insel sind National Park. Hier gibt es unglaubliche viele und auch viele verschiedene Vögel unteranderem auch den berühmten Kiwi.
Halfmoon Bay

Nun jaaa...
Wir haben uns dann erstmal in dem Backpacker eingenistet in dem wir glücklicherweise zu dritt ein 4Bett Zimmer bekommen haben. Das Hostel an sich war ganz gut. Nicht das beste aber für unsere Bedürfnisse perfekt und mit $25 die Nacht auch recht preiswert.

Am Sonntag haben wir dann unsere längste Wanderung gemacht. Diese Wanderung führte uns an der Ostküste entlang in Richtung Norden immer der Küste entlang. Am Umkehrpunkt unserer Wanderung, Maori Beach, stand zu unserer Überraschung ein Hubschrauber am Strand. Was so aussah:

Der Pilot war sofort bereit uns zu fliegen. Das Gespräch lief ungefähr folgendermaßen ab:

Menno: Do you've got three spare seat?
Pilot: Sure. Do you want a flight?
Menno: For free?
Pilot: Not for free but how much money do you guys have on you?
Menno: 20 bucks...
Pilot: That'll do

Somit hatten wir einen Hubschrauberflug für $20 Dollar ergattert. Allerdings nicht nur irgendeinen Hubschrauberflug, sondern von einer Bucht in eine andere. Mit Start und Landung am Strand. Wir haben dann um den Frontsitz Schnick Schnack Schnuck gespielt, was ich glücklicherweise gewonnen habe.
Nachdem der Motor warm gelaufen war, hoben wir ab und nach ca. 2 Minuten war die ganze Sache über der Bühne und wir zurück in Lee Bay. Der Flug hat uns ungefähr 1 Stunde Fußmarsch erspart. War mein erster Hubschrauberflug und einfach fantastisch. Könnte man direkt süchtig danach werden.

Am Montag haben wir dann nur noch relativ kurze Trips gemacht, bzw. diverse kurze Wege aneinander gehängt. Wir waren am Ackerslighthouse was sich am Ende einer relativ schmalen Landzunge befindet und konnte einige Mollyhawk Albatrosse beobachten.

Stewart Island ist von einem nahezu undurchdringlichen Bush bzw. Regenwald bewachsen. Es hat auch immer wieder getröpfelt. Regen und Sonnenschein haben sich im 5 Minuten Takt abgewechselt. Das Wasser war suuper klar. Die Luft super rein und alles sehr friedlich. Man trifft wirklich nur ab und zu ein paar Menschen und die hat man meistens vorher irgendwo auf der Insel schonmal getroffen.
Bucht mit klarem Wasser und Regenwald im Hintergrund

Der krönende Abschluss war dann noch die Verkostung von frischen Austern für die Bluff sehr brühmt ist! Dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen. Nach der schon bekannten, diesmal recht ruhigen Fährfahrt waren wir nach 3 Stunden Autofahrt Abends um 21 Uhr wieder zu Hause.
Battered Oyster with lemon juice

Hier noch ein Bild der Küche des Hostels:

Donnerstag, 25. Februar 2010

Danksagung

Ich möchte die Gelegenheit ergreifen und mich bei den Menschen bedanken die mir dieses FSJ in Neuseeland überhaupt ermöglichen. Ich möchte mich für die große finanzielle und idielle Unterstützung bedanken, die ich im Voraus und auch während meiner Zeit hier erfahre. Obwohl ich mir meiner Sacher sicher war, tut es gut, wenn man den Rücken gestärkt bekommt.

Zu allererst sind da wohl meine Eltern zu nennen, die mich in jeglicher Hinsicht immer unterstützen. Danke auch an alle Verwandte und Freunde, die sich finanziell beteiligt haben, mir eine Email zukommen haben lassen, oder sich nach meinem Befinden erkundigen.

Solche Momente und vieles mehr ist mir dank Euch vergönnt

DANKE

Dienstag, 23. Februar 2010

Wald brennt immer noch

Der Waldbrand hat es mittlerweile auf die Titelseite der Otago Daily Times sowie in die Tagesnachrichten in TV1 geschafft.

Fakten:
- 10 Löschhubschrauber im Einsatz
- 1 Löschflugzeug im Einsatz
- es brennen mittlerweile mehr als 700 Hektar Wald und Buschland
- ohne Wetteränderung ist die Erlangung von Kontrolle nicht absehbar
- es mussten schon mehrere anliegende Farmen evakuiert werden
- man kann den Rauch von Omaru aus sehen, das sind über 200km Entfernung

Titelseite ODT vom 24.02.2010
Man sieht auf der Karte, dass das Feuer unweit von Mosgiel ist.
Komplett orangener Sonnenuntergang, wegen dem Rauch
Man sieht wie der Rauch sich über der Taieri Plain verteilt
Hinter den Hügeln sieht man den Rauch aufsteigen

Heute Morgen war komplett Mosgiel in dicken Rauch gehüllt. Man konnte ca 100m weit sehen. Zum Glück hat der Wind dann gedreht. Gerade wo ich den Eintrag schreibe kann ich wieder den Rauch riechen ergo hat der Wind wieder gedreht.

Meine Aufgaben

Im neuen Schuljahr hat sich an meinen Aufgaben recht wenig verändert. Ich bin immer noch die Person auf der alle kleinen und großen Jobs abgeladen werden für die sich niemand anderes findet.

Ich mähe nach wie vor den Rasen in den Gärten mehrerer Gebäude wenn es einen Schnitt bedarf. Ansonsten wird mir auch mal der Spaten in die Hand gedrückt und ich darf Unkraut jäten. Sie haben jedoch recht schnell durchschaut, dass Gartenarbeit eines der Dinge ist die ich sehr ungern mache.

Ich versuche so oft wie möglich mich am Mathe Unterricht zu beteiligen. Da die Schüler keinen Frontalunterricht bekommen nehme ich mich der Probleme der älteren Schülern an. Da fast alle Schüler auf einem unterschiedlichen Lernlevel sind ist es unmöglich eine Gruppe gemeinsam zu unterrichten. Man muss sich auf jeden einzelnen Schüler individuell einstellen. Jeder bedarf einer unterschiedlichen Förderung. Leider bekomme ich bei diesem Matheunterricht eher graue Haare als dass sich die Schüler an das erinnern könnten was ich ihnen am Vortag beigebracht habe. Da grundsätzlich auch keine Hausaufgaben gemacht werden kann man jeden Tag von vorne anfangen.

Dadurch, dass ich das 10-Finger Schreibsystem beherrsche bin ich die Tippse in der Schule. Deswegen verbringe ich relativ viel Zeit im Office und muss alles tippen was so anfällt. Mrs. King gibt mir dann ihre meist eher unleserlichen Skripte die ich dann digitalisiere. Es ist auch mein Job Newsletter zu editieren und zu layouten.

Ich bekomme manchmal täglich, manchmal auch eine Liste für eine ganze Woche. Die Liste beinhaltet dann ganz viele unterschiedliche Dinge die ich zu tun habe. Manchmal ist es auch einfach nur, dass ich die Fenster putzen und die Spinnweben wegmachen muss.

Das schlimmste sind jedoch die Arbeitsanweisungen die ich bekomme. Komplett offen gestellt, total wischi waschi. Ich bekomme nicht klipp und klar gesagt wie und was ich genau machen soll. Mir wird kein richtiges Werkzeug zur Verfügung gestellt. Ich muss mir meisten selber was einfallen lassen damit ich überhaupt in der Lage bin einen Job erledigen zu können. Das stört mich am meisten. Weil ich habe einfach keine Lust ins blaue hinein zu arbeiten.

Letzte Woche habe ich 4 Stühle für das Early Learning Centre frisch gestrichen, was eine sehr willkommene Abwechslung war.

Evolution vs. Kreationismus

Ich schildere im Folgenden einen Grundsatzkonflikt dem ich mich im Grunde genommen täglich stellen muss. Die Phänomene die ich schildere kannte ich zuvor nur aus Erzählungen aus den USA. Hatte mich davor auch nicht damit beschäftigt, weil es in Deutschland für mich nie zu der Konfrontation kam.

Es geht um die Entstehung der Erde. Evolutionstheorie gegen Schöpfungstheorie. Die Christen an der Amana Christian School sowie die meisten Christen in Neuseeland glauben an die Schöpfungstheorie. Ebenso legen sie die Bibel wörtlich aus. Damit meine ich wirklich Wort wörtlich. Sie glauben, dass jedes Wort so von Gott gesagt wurde, wie es in der Bibel steht. Sie verstehen die Bibel nicht als ein Buch, das über mehrere Jahrtausende geschrieben wurde. Sie verstehen es als das wahre Wort Gottes das an sie gerichtet wurde. Um Gott näher zu kommen und ihn zu verstehen lesen sie die Bibel. Auf Grund dessen, dass sie die Bibel wörtlich auslegen, legen sie auch die Schöpfungsgeschichte wörtlich aus und glauben das alles so passiert ist, wie es in der Schöpfungsgeschichte beschrieben wird.

Hier ein Wikipedia Zitat:
Der Kreationismus (von lat. creare „erschaffen“) ist die Auffassung, dass die wörtliche Interpretation der Heiligen Schriften der abrahamitischen Religionen (insbesondere 1. Buch Mose) die tatsächliche Entstehung von Leben und Universum beschreibt. Der Kreationismus erklärt beides durch den unmittelbaren Eingriff eines Schöpfergottes in natürliche Vorgänge, was sich entweder auf die Schöpfung aus dem Nichts (Creatio ex nihilo) oder die Entstehung von Ordnung aus zuvor existierendem Chaos (Tohuwabohu) beziehen kann. Er ist im 19. Jahrhundert in Teilen des Protestantismus als Opposition gegen die frühen Ideen der neuzeitlichen Naturforscherbewegung zum Erdalter und zur Evolution entstanden und wird heute von fundamentalistischen und evangelikalen Richtungen des Christentum vertreten. Seit dem späten 20. Jahrhundert erlangt er auch im Islam und vereinzelt in kleinen Teilen des Judentums eine Bedeutung. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kreationismus; 23.02.2010)
Dazu muss ich hinzufügen, dass die Kreationisten von einem Erdalter von um die 6000 Jahren ausgehen. Das Gott jedes einzelne Geschöpf in seiner Art und Weise erschaffen hat. Sie haben auch ein Problem mit dem Alter des Universums, da es für sie auch nur 6000 Jahre alt sein dürfte.

Dem Kreationismus steht die Evolutionstheorie die durch Charles Darwin und seine Theorie der natürlichen Selektion aufgestellt wurde gegenüber.

Ich bin Vertreter der Evolutionstheorie und glaube an die Synthetische Theorie der Evolution. Ich bin mir durchaus bewusst, dass es eine Theorie ist und sie nicht alles bis ins kleinste Teil erklären kann. Für mich persönlich ist sie jedoch in sich schlüssig und liefert für mich eine vertretbare Idee der Entstehung der Artenvielfalt auf der Erde.

Ich wusste nicht, dass die Schule die Evolution verdammt bis Vertreter der Creationist in die Schule kamen und für die Kinder einen Vortrag hielten um aufzuzeigen weshalb die Evolutionstheorie Humbug ist. Ich kam mir vor wie bei einer Gehirnwäsche. Den Kindern wird anhand von absolut unhaltbaren Argumentationen versucht weiß zu machen, dass die Evolutionstheorie auf lauter falschen Annahmen beruht. Eine ihrer Ideen ist, dass die Arche Noahs unvorstellbar groß gewesen sei und dass er nur unausgewachsene Tier an Board genommen hat. Drachenerzählungen halten sie für Beweise der Existenz von Dinosauriern in den letzten 6000 Jahren. Ebenso meinen sie beweisen zu können, dass Fossilien innerhalb weniger als 100 Jahre entstehen können. Sie haben angeblich auch die Unhaltbarkeit Radiokohlenstoffdatierung bewiesen. Im Grunde genommen besteht das Ziel der Kreationisten daraus lauter Ideen zu sammeln um zu zeigen, dass die Evolutionstheorie falsch ist. Das Problem an der ganzen Sache ist, das ein Glaube an Gott für sie mit dem Glauben an die Evolutionstheorie nicht vereinbar ist. Es geht für diese Christen nicht mehr um die Botschaft des Christentum. Sie machen einen Glaubenskampf daraus und versuchen ein völlig rückständiges Weltbild zu verbreiten. Ich bin teilweise wirklich schockiert, was den Kindern in der Schule so beigebracht wird. Ich habe versucht der ältesten Schülerin von der Urknalltheorie zu erzählen und auch allgemein einige moderne physische Erkenntnisse näher zu bringen. Unter anderem sagte ich ihr, dass die Zeit stehen bleibt, wenn man mit Lichtgeschwindigkeit reisen kann. Am nächsten Tag sagte sie mir, dass die Eltern darüber gelacht hätten, als sie ihnen das berichtet hat.

Ich muss mich jeden Tag für mein Weltbild rechtfertigen, kämpfe jeden Tag darum so akzeptiert zu werden wie ich bin, wobei ich diesen Kampf schon längst aufgegeben habe. Ich nehme inzwischen hin, dass ich nicht so akzeptiert werde. Mir werden dauernd Artikel von Kreationisten vorgelegt in denen sie angeblich den Anhängern der Evolutionstheorie gezeigt haben auf welchem falschen Weg sie doch sind. Mir werden Bücher von Forschern auf den Tisch gelegt die anführen weshalb Kreation wahr ist.

Ich kann mich nicht frei äußern und muss immer darauf achten, dass ich nicht blasphemisch bin ohne es eigentlich zu beabsichtigen.

Ich finde es ziemlich traurig, dass die Kinder in einer solchen dominant christlichen Umgebung aufwachsen. Die Eltern versuchen sie von dem ganzen Übel der Welt abzuschotten. Sie werden gar nicht auf das wahre Leben vorbereitet. Man enthält ihnen weltweit anerkanntes Wissen vor. Sie werden auf einem Niveau unterrichtet das vor mehr als 100 Jahren aktuell gewesen wäre, weil man es damals nicht besser wusste.

Des weiteren werde ich auch dafür angefeindet römisch-katholisch getauft zu sein. Die meisten hier sind Baptisten oder Presbyterianer. Die Römisch-Katholische Kirche hassen sie gewissermaßen.

Das ist nur ein kleiner Einblick, welche "Anfeindungen" ich mich so stellen muss.

Waldbrand

Seit heute brennt eine Waldplantage auf dem Mount Allen unweit von Dunedin. Wir hatten einen super Sonnenuntergang mit Ascheregen. Der Himmel war teilweise von dem Rauch verdunkelt. Man kann den Rauch schon den ganzen Tag über riechen. Wir haben bis jetzt ungefähr 4 Löschhubschrauber gezählt die ihre Basis in Mosgiel haben. Vermutlich werden die Löscharbeiten über die Nacht fortgesetzt. Sofern das Feuer Morgen noch brennt, kann ich Bilder machen und hier noch einfügen.

So aktuelle Bilder:


Mittwoch, 17. Februar 2010

Shortcut: Baby Possum


Charlie das Possum


Seit letztem Wochenende haben wir ein neues Haustier ---> ein Possum.
Das Baby Possum ist in Ranfurly aus einem Gebüsch gekrochen und hat dann versucht Graeme am Hosenbein hochzuklettern. Weil das Baby offensichtlich keine Mutter mehr hat, haben die Bremners es mitgenommen und wir ziehen es jetzt mit der Hand auf. Die Sache hat einen kleinen Haken, da Possums hier eine Pest sind ist die Haltung illegal. Deshalb wird das Tier irgendwann an das Invermay Agricultural Research Institute übergeben. Welchen Geschlecht das Possum ist können wir nicht beurteilen. Ich denke, dass es ein Weibchen ist, da man einen Beutel am Bauch fühlen kann.

Hier noch eine Definition von Possum von Wikipedia:

Als Possums werden eine Reihe von Beutelsäugern aus dem australasischen Raum bezeichnet. Der vorwiegend im Englischen verwendete Begriff taucht manchmal auch im Deutschen auf. Possums sind nicht mit den Opossums zu verwechseln, einer in Amerika beheimateten Gruppe von Beutelratten.

Dienstag, 2. Februar 2010

My home is my castle

"Endlich" wieder zurück in Dunedin.
Nach ca 9400 km bin ich nach 1 1/2 Monaten im neuen Jahr wieder in Mosgiel angekommen. Ich werde mich in den nächsten Tagen mal an einen Reisebericht setzen.