Mittwoch, 23. September 2009

Oamaru Pinguine

Von Moeraki fuhren wir noch weiter nördlich nach Oamaru, weil es dort Beobachtungsstationen für Pinguine gibt. Oamaru ist ein total verschlafenes Städtchen das seine besten Zeiten schon längst hinter sich hat. Es gibt noch ein paar Überreste aus der Zeit, als Oamaru auf Grund des Fleischexports boomte.

Menno und ich bei unserem Lunch in einer Beobachtungsstation.

Trotz unseres ausgiebigen Lunchs konnten wir keine Pinguine sehen. Erst als uns ein Ranger auf drei Pinguine hoch in den Felsen aufmerksam machte und uns sein Fernglas lieh, konnten wir uns eine Vorstellung machen. Das war die erste Begegnung. Menno hatte von einer Bekannten den Tipp bekommen, dass man beim Leuchturm todsicher Pinguine beobachten könne. Nachdem wir dann unter vielen Umwegen und anderen Strapazen und Hindernissen dann endlich am Leuchtturm angekommen waren wurden wir recht schnell mit wunderbaren Annäherungen belohnt.

Der Leuchtturm von Oamaru

Der Leuchtturm von Oamaru

Das erste was wir sehen konnten waren extrem viele Seelöwen, die sich auf den Felsen ausruhten. Zur Zeit bauen die Pinguine ihre Nester und waren deshalb sehr weit an Land marschiert. Nachdem wir ein bisschen suchten konnten wir insgesamt bestimmt an die 15 Paare sehen. Teilweise waren wir nur durch einen Drahtzaun und einem halben Meter Abstand von den Pinguinen getrennt. Allerdings ist der Fäkaliengestank dann doch ziemlich penetrant.
Hier ein Yellow-eyed Pinguin Pärchen das sich wohl gegenseitig putzt. Haben sich gut im Unterholz der Büsche versteckt. Scheu sind die Tiere trotz unzähliger Warnschilder überhaupt nicht gewesen.

Auf dem grünen Schild kann man die geschätzte Entfernung von Oamaru zur Suhler Hütte ablesen. Es sind ca. 18 600 km. Ja weiter weg als Neuseeland geht nicht.

Moeraki Boulders

Am Samstag machten Menno und ich einen Ausflug nach Moeraki wo sich die weltberühmten Kugelsteine befinden.

Das ganze ist eine an sich weniger spektakuläre Sache. Durch einen noch unbekannten Mechanismus bilden sich riesige Steinkugeln die dann langsam durch Erosion zu Tage kommen. Man stellt sich das ganze wie den Prozess des Wachstums einer Perle vor. Mehr kann ich dazu eigenltich nicht sagen. Alles halb so wild.


Ausflug am 04.09.2009 in und um Dunedin

Blick vom Flagstaff Point auf Mosgiel

Am Freitag den 04 September fuhren Menno und ich mit dem Ziel Pinguine zu beobachten los. Davor machten wir noch einen Stop nahe dem Flagstaff Point. Von dort hat man bei klarer Sicht einen wunderbaren Blick über Mosgiel und kann sogar die schneebedeckten Berge in der Ferne sehen. Links im Bild (Osten) kann man das Meer erahnen. Der Blick ist in Richtung Süden gerichtet.
Hier habe ich mal ein Bild das auch das Klischee Neuseelands beinhaltet geschossen. Schafe auf einer saftigen grünen Wiese mit der im Hintergrund tief stehenden Sonne .
Da man die Pinguine am besten Beobachten kann, wenn sie in der anbrechenden Dämmerung von der Jagd zurück kehren liefen wir gegen 17 Uhr an den Strand. Wir waren jedoch viel zu spät und auch am falschen Strand. Wir wurden allerdings dann von einem perfekten Sonnenuntergang verwöhnt. Die Bilder sollen nur einen kleinen Eindruck von des Sonnenuntergangs vermitteln. Auf den Bilder kann man die Lichter von Dunedin sehen. Ich habe die Bilder von einer der Hügelketten im nördlichen Teil Dunedins gemacht. Es war wirklich sehr beeindruckend.

Schnee und Strand

Neuseeland hat gutes Wetter, wenn der Wind aus dem Norden aus Richtung Australien kommt. Wenn der Wind allerdings dreht, dann kommt die Luft direkt von der Antarktis. Und das passierte in dieser einen Woche. Wir hatten ordentliche Stürme und Schnee. Morgens waren alle Hügel mit Schnee bedeckt und bei uns in Mosgiel mussten wieder Scheiben gekratzt werden. Schnee ist für diese Jahreszeit allerdings nichts ungewöhnliches.

Blick auf den Playground der Schule mit Schnee


St Clair Beach

Da Dunedin halb in der Buch der Otago Peninsula liegt, hat Dunedin jede Menge Strand, Bucht, Hafen und eben ja Meer. Auf dem Foto könnt ihr einen Blick auf einen der populärsten Badestrände Dunedins werfen. An diesem Tag war das Wetter nicht besonders gemütlich. Die Leute saßen alle in den Cafés der Promenade. Dafür waren einige Surfer im Wasser. Der Wind war nahezu unglaublich stark und man musste vorsichtig sein, dass man nicht über die Klippen geblasen wurde. Bei richtigem Sturm schlagen die Wellen an der Kaimauer hoch bis auf die Straße.

Queenstown

Das Ehepaar King ermöglichte mir eine Woche Aufenthalt in Queenstown. Queenstown befindet sich auf der westlichen Seite der Südinsel etwa auf der Höhe von Dunedin. Queenstown ist das Extremsport Meka der Welt. Dort kann man alles machen wovon Extremsportler träumen. Hier wurde auch der erste Bungjee-Jump der Welt durchgeführt. Vom Fallschirmspringen, Heliskiing, Bungjeejumping, Jetboat fahren was auch immer das Herz begehrt in Queenstown kann man es machen. Aufgrund dieser Angebote zieht die Stadt extrem viele Touristen an und ist eigentlich nur auf Tourismus ausgelegt. Die Stadt an sich ist relativ klein und die Anzahl der Touristen überwiegt wohl immer die Anzahl der Einwohner.
Blick auf Frankton

Queenstown und Umgebung sind so vielfältig, dass ich es schwer finde diese Vielfalt in Bildern oder in Worten wiederzugeben. Queenstown ist von Hohen Bergen umgeben. Dazu gehören Coronet Peak, the Remarkables, und Cardrona. Queenstown liegt wunderschön an einem See gelegen.

In Queenstown, genauer gesagt in Frankton befindet sich die Soutern Lakes Christian School. Ebenfalls eine Christian School die dem Trust Board der Amana Christian School angeschlossen ist. Dort verbrachte ich die meiste Zeit.

Meine Wanderung von Frankton nach Queenstown. Im Hintergrund kann man den Hafen von Queenstown sehen.

Um Queenstown in ein paar Worten zu beschreiben: Pubs, Pubs und nochmal Pubs. Queenstown besteht fast nur aus Pubs und Clubs. Dazwischen noch ein paar Reisebüros für die ganzen Extremaktivitäten. Man hört jede Sprache der Welt und eigentlich kaum Englisch. Während ich dort war, fanden gerade die Olympischen Winterspiele statt und es waren Athleten aus der ganzen Welt da.

Ich vor der berühmten TSS Earnslaw in der alten Werft von Queenstown

Unterkunft wurde mir im Frankton Motor Camp gestellt. Dort hatte ich eine eigene Cabin und somit auch meine Ruhe. Etwas umständlich war nur der Heizlüfter. Der war nämlich an einen 60min Timer angeschlossen. Das heißt ich musste alle Stunde auf nen Knopf drücken, ansonsten wäre ich erfroren. Zum Essen war ich meistens bei der Familie der Schulleiterin der Southern Lakes Christian School eingeladen. Melody und Richard haben sich sehr großzügig erwiesen und mir sogar immer noch das Lunch für den nächsten Tag mitgeben. Einmal war ich auch zur Familie Marchand eingeladen. Dort lernte ich dann Loris einen Schweizer Austauschschüler kennen, der mich in Queenstown herumgeführt hat.

Einer der Berge die Queenstown umgeben

An meinem letzten Tag in Queenstown musste ich meine Cabin um 10 Uhr verlassen und war gewissermaßen Obdachlos, da mich Ron King erst am Nachmittag auflas und wir nach Dunedin zurück fuhren. Ich war bis zu dem Morgen relativ unschlüssig, was ich an diesem Tag machen soll. Mir hatte jemand den Track von Frankton nach Queenstown empfohlen und so beschloss ich dann trotz Regen die Wanderung zu wagen. Der Track war wunderschon und führte mich 6km lang immer am Seeufer entlang bis nach Queenstown. Weil es sehr wind und kalt war setzte ich mich mit einem Buch in den Starbucks und laß ein bisschen in meinem Buch. Dann lief ich die Strecke wieder zurück. Das Wetter ließ mich diesmal auch nicht im Stich und ich hatte wunderschönen Sonnenschein, was man auf den Bildern nicht wirklich sehen kann. Ron kam zum selben Zeitpunkt wie ich am Treffpunkt an und wir fuhren die 3 stündige Strecke zurück nach Dunedin. Queenstown war eine wunderbare Zeit in der ich super freundliche, offene und hilfsbereite Menschen kennen gelernt habe. Da ich von allen auf einen weiteren Besuch eingeladen wurde werde ich auch mal wieder in Queenstown vorbeischauen.

Sonntag, 23. August 2009

Sonntagsausflug am 23.08.2009

Ich wurde von Graeme um 14 Uhr in die Stadt gebracht und dort traf ich mich dann mit Menno an der Knox Church. Wir schlenderten nochmal bei wunderbarem Sonnenschein durch Dunedin.

Dann zeigte Menno mir den St. Claire's Beach:

Von der Promenade hat man auch einen wunderschönen Blick auf einen Teil von Nord Dunedin:

Vom St. Claire's Beach fuhren wir dann bis ans Ende der Peninsula von Dunedin. Vorbei an Portobello bis zur königlichen Albatross Kolonie. Die Bilder sind der Reihe nach wie wir gefahren sind und was wir gesehen haben. Teilweise Ost und teilweise Westufer:


Links ist Port Chalmber zu sehen. Dort befindet sich der eigentliche Hafen von Dunedin.

Blick zurück in die Bucht von Dunedin.


Hier die königliche Albatross Kolonie.
Weil es nicht windig genug war haben wir keine Albatrosse gesehen. Aber wir wollen nochmal hinfahren, weil man dort auch die Yellow Eyed Pinguins sehen kann.
So verbrachten wir einen Sonntagnachmittag bei wunderschönem Wetter auf der Peninsula und haben viel gesehen.

Abends wurde ich noch von der Gastfamilie von Menno zum Essen eingeladen. Der Vater kommt aus Deutschland und so haben wir ein bisschen Deutsch geredet. Der Gastvater arbeitet auch an der Universität allerdings in der Neurologie.

Ein anderer Exchangee

Ich wurde eines Abends von Menno angerufen, einem anderen Deutschen FSJ'ler der auch an einer Schule in Dunedin arbeitet. Er hatte meine Nummer von der Schwester meines Gastvaters. Die Schwester arbeitet an der gleichen Schule wie Menno und hat den Kontakt vermittelt. Menno kommt aus Ostfriesland und ist 20 Jahre alt. Ist am gleichen Tag wie ich in Dunedin angekommen und hat auch ähnliche bzw die gleichen Interessen wie ich.

Da Menno schon ein Auto hat , hat er mich am Samstag Abend abgeholt und wir sind nach Dunedin gefahren und haben uns dort im Studentenviertel in einem Pub das Rugby Spiel All Blacks Neuseeland gegen Wallabies Australien angeschaut. Die Stimmung war leicht aggressiv und ziemlich angeheizt. Die All Blacks haben das Spiel 2 Minuten vor Schluss noch für sich entscheiden können. Im Anschluss an das Spiel sind wir dann in Dunedin einfach die Hauptstraße hoch und runter gelaufen und haben uns die Pubs und Clubs von außen angeschaut und einfach beobachtet, was die Leute so machen. Teilweise wurde uns irgendwas entgegen gebrüllt was wir aber absolut nicht verstanden haben.

Das Zentrum von Dunedin ist relativ klein und überschaubar. Es gibt einen wunderschönen alten Bahnhof und eine von vielen schönen Kirchen. Alles im Englischen Kolonial Stil.
Bilder werden noch folgen...

Winterzeit = Erkältungszeit

Durch die extrem kalten Tage und die dadurch in den Häusern extreme Kälte konnte ich mich trotz extrem vieler Kleidungsstücke am Körper nicht vor einer Erkältung schützen. So lag ich dann auch letztes Wochenende flach und bin erst wieder am Donnerstag in die Schule gegangen.
Am Sonntag haben wir einen "Ausflug" nach Ransfurly gemacht. Dort führt der Rail Trail vorbei. Das ist das ehemalige Gleisbett der Eisenbahn. Heute wird der Rail Trail als Fahrradweg genutzt. Jährlich befahren ihn ungefähr 100.000 Personen. Die Bremners wollen sich deshalb ein Haus direkt am Trail kaufen und an Touristen vermieten. Deswegen haben wir uns am Sonntag das Objekt angeschaut. Eigentlich wollten James und ich eine kleine Radtour machen. Ich hatte allerdings nach ungefähr 1 km einen Platten. Daraufhin sind wir von Ransfurly 7km nach Waipiata gespurtet. Das hat meiner Erkältung dann auch den Rest gegeben. Trotz des nicht all zu guten Wetters war es ein schöner Trip da ich mal das Hinterland gesehen habe.


Blick in Richtung Waipiato

Meine Gastfamilie

Meine Gastfamilie ist super nett!
Meine Gastmutter, Gillian, ist Executive Chief einer Charity Organisation sprich sie ist Managerin und ist den ganzen Tag beschäftigt.
Mein Gastvater , Graeme, hat mehrere Jobs. Er ist Professor an der Universität in Dunedin. Dann ist er noch Angestellter des Ministeriums und dann ist er noch Sachverständiger für Gerichte.
Sein Spezialgebiet sind Fische und andere Pflanzen und Lebewesen. Andererseits unterrichtet er glaube ich Chemie.
Hier in Neuseeland hat er als erster überhaupt alle Prüfungen mit 100% bestanden. Man kann wohl sagen, dass er hochbegabt ist. Ihn kann ich fragen was auch immer ich will und er weiß die Antwort. Aber meistens brauche ich gar nicht fragen, weil er mir alles erklärt, was uns vor die Nase kommt, was sehr angenehm ist. So weiß ich über jede Menge Dinge bestens Bescheid.
Mein Gastbruder James ist unter zwei Augen durchaus sympathisch in der Schule muss er dann allerdings den Macho raushängen.
Der Hund, Misty, ist auch total lieb. Durch ihr Alter von 9 Jahren ist sie nicht mehr die fidelste aber immer zur Stelle.Die Katze Serena ist sehr scheu, da sie aus dem Tierheim kommt. Dann gibt es hier noch zwei Ziegen, ein Black Sheep, zwei Schildkröten und viele Hühner und Hähne.
Zwischen 3 und 4 Uhr starten die Hähne mit Krähen. So langsam gewöhne ich mich daran und kann durchschlafen. An den ersten Tagen war ich allerdings hell wach.

Das Haus liegt leicht außerhalb von Mosgiel. Es liegt an der Kreuzung der Dukes Rd und der Puddl Alley. Das bringt leichte Verkehrsgeräusche mit sich welche allerdings nicht weiter störend sind.

Die Natur um das Haus herum ist wunderschön. Ich bin 5 Gehminuten von einem super Golfplatz entfernt. Mit dem Auto braucht man vielleicht 5 Minuten um zu super Wanderrouten zu kommen. Nach Dunedin sind es etwa 15 min, also auch keine wirklich große Distanz. Nach Mosgiel sind es je nach Verkehr auch nur 5 min.




Dienstag, 11. August 2009

Die Amana Christian School

Mein Morgen startete um 7.15 Uhr. Es hatte 0° Celsius. Hört sich nicht weiter schlimm an. Was man dazu sagen muss ist, dass die Häuser hier aus einfachen Holzwänden sind und NICHT GEHEIZT werden. Das heißt, es hatte 0°C in meinem Zimmer. Ich fror also den ganzen Tag über erbärmlich. Und bevor wir zur Schule fuhren mussten erstmal die Scheiben frei gekratzt werden. In der Schule war es selbstverständlich genau so kalt. Worüber man sich hier nicht wundern darf ist, dass man Leute selbst bei 0°C in kurzen Hosen und im T-shirt rumspazieren sieht. Hier hört man einfach: "The Kiwis are used to the cold weather".
Ich glaube sie denken, dass die Deutschen ein wenig verweichlicht sind, weil ich die ganze Zeit mit Jacke rumgelaufen bin.

Ich war von meinem Projekt sehr voreingenommen und hatte mir ein gewisses Bild in meinem Kopf zusammengesponnen. Ich nahm an, dass alle sehr prüde und unerträglich christlich sind.

Zum Glück bewahrheitete sich dies nicht. Mrs King ist eine sehr sympathische humorvolle Schulleiterin. Mrs Reed die einzige Lehrerin der Schule ist ebenfalls sympathisch und äußerst hilfsbereit. Die Kinder sind alle im großen und ganzen respektvoll und höflich.
Besonders die Juniors (5-9 Jahre) sind besonders freundlich. Die Seniors (10-13 Jahre) testen momentan noch ihre Grenzen aus.

Ich hatte ein mehrstündiges Gespräch mit Mrs King zur Einführung. Während dieses Gespräches wurde ich direkt zu einem Trip mit ihrem Mann nach Queenstown eingeladen. Das war schon einmal sehr angenehm.

Nach der Einführung in die Schule ging es direkt zum ELC = Early Learners Centre.
Dies ist eine Art von Kindergarten für Vorschüler. Hier wird der Schulalltag vorbereitet. Das ELC ist noch nicht eröffnet und wird gerade noch eingerichtet. Meine erste gloreiche Aufgabe bestand darin, das komplette Gebäude zu saugen, damit der Health-Check am folgenden Tag kein Flop wird.

Um 15 Uhr brummte dann mein Schädel vor neuen Eindrücken. Schule funktioniert hier komplett anders. Hier gibt es viel Zeit für die Schüler um zu Lesen und kreative Dinge zu machen. Außerdem eine schöne "tea break" von einer halben Stunde. Dann lunch über eine dreiviertel Stunde. Hier vergleichen die Kinder ihre lunch box die ihnen ihre Mutter gerichtet hat. Deshalb war es für sie auch wichtig, was ich dabei habe und wer mir mein lunch gemacht hat.

Die Neuseeländer die ich bis jetzt kennen gelernt habe, sind alle äußerst freundliche offene Menschen die keine Mühe scheuen mir neues beizubringen. Die Landschaft hier ist einfach unglaublich schön. Egal wo man hinschaut es ist einfach nur toll, obwohl es sau kalt ist und gerade Regen angesagt ist.

Reise ins Nirgendwo

Von Tauranga aus machte ich mich, mit 3 Boarding-Pass ausgestattet, am Sonntag Morgen um 6.00Uhr in der Nacht mit denjenigen auf zum Flughafen, die ihr placement auch auf der Südinsel haben. Wir flogen gemeinsam von Tauranga in einer Propellermaschine nach Auckland. Von Auckland aus musste ich dann alleine weiter nach Christchurch. Aufgrund von Bodennebel, der typisch für Christchurch ist, hatte alle Flüge nach Christchurch Verspätung. Da ich meinen Anschlussflug von Christchurch nach Dunedin nicht verpassen durfte, wurde ich ausgerufen und in zwei Flüge früher gesteckt. Somit verkürzte sich meine Wartezeit in Auckland um 2 Stunden und ich konnte sofort boarden. In Christchurch musste ich noch ein bisschen warten und konnte dann wieder an Board der nächsten Klappermaschine.

In Dunedin wurde ich von Mrs King, Mr King und Mr Bremner erwartet. Das Ehepaar King leitet die Amana Christian School und Graheme Bremner ist mein Gastvater. Auf dem Parkplatz wurde von Mr King ein längeres Gebet gesprochen und meine Ankunft angepriesen.

Auf dem Weg zum Haus zeigte mir Graheme ein bisschen von der Landschaft um Mosgiel herum. Dank des guten Wetters hatte ich schon vom Flugzeug aus einen guten Blick auf die Umgebung werfen können.

"Zu Hause" erwartete mich Gillian meine Gastmutter und James mein Gastbruder. Ebenfalls wurde ich von Misty dem Hund, zwei Ziegen, einem black sheep, zwei Schildkröten, und vielen Hühner begrüßt. Kurz nach meiner Ankunft kamen direkt Freunde von Bremners zu Besuch. Wir verbrachten den Nachmittag bei tea was ein Abendessen beinhaltet. Meine Gastgeschenke, Haribo, Weizenglas, Flasche Jägermeister, kamen gut an und der Jägermeister wurde sofort verköstigt und für sehr gut befunden.

Mein erster Tag in Mosgiel war noch äußert entspannt.

Orientation Camp

Wegen meinem fehlenden Koffer hatte ich keine Handtucher, keine warme Jacke, keine FlipFlops keinen Steckdosenadapter usw usw usw...

Ich gab also Michelle Bateman der Chefin von ICYE NZ die Telefonnummer und es stellte sich raus, dass mein Koffer noch in London war. Er traf dann auch am folgenden Tag Mittags im Camp ein.

Das Orientation Camp hatten wir in Tauranga, eine Hafenstadt an der Ostküste der Nordinsel in der Bay of Plenty. Wir schliefen in folgender Cabin A


Unser erster Tag, Montag, war direkt ein day-off, da wir erst zu 8 waren und die anderen erst am Abend ankamen. Deshalb hatte Michelle für uns eine Tour zum Mt. Maunganui organisiert welcher sich am Ende einer kleinen Peninsula befindet. Am Fuße des Mt. Maunganui erwartet einen solche Anblicke:


Neben der Robbe haben wir noch einen Pinguin, den kleinsten Pinguin der Welt, gesehen. Außerdem den Silberfarn welcher ein Symbol für Neuseeland ist.
Hier könnt ihr mich unter einem Silberfarn sehen. Das besondere ist, dass die Unterseite der Blätter silber schimmern und das Licht sehr gut reflektieren.

Der Rest des Seminars waren 30 Stunden Englisch Unterricht der für die Deutschen Teilnehmer eher nervig als nützlich war. Es wurde zumeist nur Inhalt aus dem Vorbereitungsseminar wiederholt und unserem Englisch hat es auch nichts geholfen. Da es Exchangees gab die teilweise kein Wort Englisch konnten war es trotzdem sinnvoll.

Gruppenfoto aller Exchangees aus der ganzen Welt vor einer der vielen Inseln vor der Küste von Tauranga.

Es gäbe noch so viel zu erzählen dass ich das gar nicht alles niederschreiben kann!

Eindrücke während des Fluges


Boarding-Anzeige in London-Heathrow

Sonnenaufgang vom Flugzeug aus.
Ca. über Australien


Wolken über Neuseeland

Der Flug

Um nach Neuseeland zu gelangen muss man sich ganz schön Zeit nehmen.

Mein Flugplan:

Von: Frankfurt Abflug: 17:15; Fr. 31 July
Nach: London Ankunft: 17:50 (deutsche Zeit 18:50); Fr. 31 July

Von: London Abflug: 21:05 (Ortszeit); Fr. 31 July
Nach: Hong Kong Ankunft: 16:20 (Ortszeit); Sa. 01 August

Von: Hong Kong Abflug: 18:10; Sa 01 August
Nach: Auckland Ankunft: 09:00; So 02 August

reine Flugzeit: ca. 27 Stunden
Reisezeit war über 33 Stunden

Im Flugzeit habe ich meine Uhr auf Ortszeit in Auckland gestellt und mich nach dieser Zeit schlafen gelegt. Somit hatte ich bei meiner Ankunft in Auckland keinen Jet-lag.

Es war eine interessante Erfahrung so lange in seinem Sitz bleiben zu müssen. Die 4 Mahlzeiten die ich an Board bekommen habe waren alle sehr gut. Es war auch Neuseelandlamm dabei. Ich und Markus, ein weiterer Exchangee, haben direkt neuseeländisches Bier (Steinlager) probiert welches sehr mild war.

An der Gepäckausgabe wartete dann eine kleine Überaschung auf mich ---> ein Koffer fehlte. Ich meldete dies bei dem Bagage Service. Der Angstellte war asiatischer Herkunft und sprach schlechter Englisch als wir. Trotz der Verständnisprobleme nahm er alles zu Protokoll und händigte mir eine Telefonnummer aus. Zu dem Zeitpunkt wusste ich nichts über den Verbleib meines Koffers.

In Auckland wurde wir von Danny einem Taxifahrer abgeholt und mit weiteren Exchangees nach Tauranga gefahren. Dort verbrachten wir 5 Tage "Orientation Camp".

Danny erkärte uns auf dem Weg ein paar interessante Details und zeigte uns die L&P Flasche.Das ist ein Modell der L&P Flasche ungefähr 5m hoch. Bei L&P Paeroa handelt es sich um ein Nationalgetränk. Schmeckt eigentlich ganz gut hat aber mehr Zucker als Cola. Bekommt man hier eigentlich überall.

Kurz vor unserer Landung hatte es geregnet und es war überall nass. Während einer kurzen Wartezeit erkundeten wir das Flughafengelände. Was uns sofort auffiel war, dass die Sonne hier spürbar stärker scheint. Allgemein kann man hier nicht einmal in die Nähe der Sonne schauen, weil sie einfach so extrem hell ist. Hier tragen viel mehr Menschen eine Sonnenbrille, weil sie einfach obligatorisch ist. Vor einem Sonnenbrand brauch man im Moment keine Angst haben, weil es noch Winter ist. Die Temperatur war auch recht frisch.

Markus und ich in London vor der Boeing 737-200ER

Vorbereitungsseminar in Neu-Anspach

In Neu-Anspach hatte ich ein zehntägiges Vorbereitungsseminar. Hier wurden wir mit Globalem-Lernen, Sensibilisierung, usw. auf unseren Auslandsaufenthalt vorbereitet.
Begonnen haben wir immer um 9.00Uhr und das Programm endete meistens erst nach 22 Uhr.
Wir haben aber nicht nur gearbeitet, sondern auch einen halbtägigen Ausflug nach Frankfurt City unternommen.

In den "Kontinentgruppen" konnten wir uns mit länderspezifischen Details auseinandersetzen. Durch die Anleitung durch Johanna die ein Jahr in Neuseeland gelebt hat, war diese Gruppe eine tolle Erfahrung.

All in all war das Vorbereitungsseminar eine tolle Sache. Es war harte Arbeit und eine gelunge Zeit.

Montag, 20. Juli 2009

Zivildienst im Ausland? Geht das?

Nach meiner Musterung stellte sich mir die Frage: "Bundeswehr, 9 Monate in Deutschland dienen oder ab ins Ausland?". Das war schnell beantwortet, ich wollte ins Ausland um mein Englisch zu perfektionieren und um etwas neues zu erleben.

Ich bewarb mich bei 3 Trägerorganisationen, die einen Austausch ins Ausland vermitteln. Der ICJA e. V. gab mir die Zusage, dass ich mit ihnen nach Neuseeland darf.

Das ganze ist ein Freiwilliges Soziales Jahr. Nach § 14 c des Wehrdienstgesetzes kann man seinen Zivildienst durch ein 12 Monatiges FSJ ersetzen. Zu einem FSJ gehören mindestens 25 Tage Seminar.

Der ICJA e. V. organisiert und unterstütz den Austuasch und die Begegnung junger Menschen verschiedener ethnischer, sozialer und religiöser Herkunft, um ihnen die Möglichkeit zu bieten, Einblicke in die kulturellen, sozialen und politischen Realtitäten anderer Länder zu gewinnen.

Meine Projektstelle

Ich bin in Mosgiel an der Amana Christian School ca. 15km süd-westlich
von Dunedin gelandet. Mosgiel hat ca. 6.500 Einwohner. Die Stadt
iegt an der Ostküste der Südinsel. Dunedin ist mit 115 000
Einwohnern die 4. größte Stadt Neuseelands.

Link zur Homepage der Schule:
http://www.amana.school.nz/

Bei den ersten Blicken auf die Homepage werdet ihr
schnell feststellen, dassvdiese extrem christlich geprägt ist.
So ist meine Projektstelle ausgeschrieben:

Aims of the Project: Teachers Assistant
Projects Activities: Helping classroom teachers with activities such as reading, maths, art, sport and general activities. Making resources, filing etc.
Community Context: Education/Youth
Volunteers Tasks:
• Assisting in small classroom groups
• Assisting individuals
• Helping with sporting activities
• Filing
• Library work

Die Schule ist für deutsche Verhältnisse sehr klein. Sie hat ca 25 Schüler und nur zwei fest angestellte Lehrer. Die Schule ist eine Grundschule mit den Klassen 0 bis 8. Das bedeutet, dass die Schüler zwischen 5 und 14 Jahren alt sind. Nach der Primary School gehen sie auf die High School. Die haben ein wesentlich größeres Einzugsgebiet und die Schüler müssen dann weitere Wege auf sich nehmen.

Leben werde ich bei der Familie Bremner. Die besitzen eine kleine Farm. Mein Gastbruder wird der 13-jährige James sein.
Die Farm ist nochmal ca. 5km von Mosgiel entfernt. Ich bekomme ein Fahrrad und kann dann in der flachen Landschaft
schnell zu meiner Projektstelle gelangen. Das Meer ist auch nicht all zu weit entfernt.